Sachvortrag

 

Herr Manfred Klos vom Ingenieurbüro Klos GmbH & Co. KG, Spalt stellt die angepasste Entwurfsplanung für den Ausbau der Staatsstraße, fahrbahnbegleitenden Wege und Plätze entlang der Marktstraße in Titting vor.

 

Die geänderten Planungsunterlagen wurden bereits mit dem Staatlichen Bauamt Ingolstadt abgesprochen. Ein Zuschussantrag wurde 2019 bei der Regierung von Oberbayern eingereicht, um für die Maßnahme im Zuge des Ausbaus der Ortsdurchfahrt Titting (Staatsstraße 2225) durch das Staatliche Bauamt eine Förderung zu erhalten. Seitens der Regierung von Oberbayern wurde grundsätzlich die Förderfähigkeit der Maßnahme bestätigt und einem vorzeitigen Baubeginn für das Jahr 2020 zugestimmt. Die Durchführung des Bauvorhabens ist für 2020/2021 angedacht.

 

Nach Darstellung von H. Klos sind bis zu 4 Bauabschnitte geplant. Im Bereich des Vollausbaus im südlichen Bereich von der Einmündung in den Brauereiweg bis auf Höhe der Touristinformation, Markstraße 21, soll eine Vollsperrung erfolgen. Für die restliche Strecke ist eine halbseitige Sperrung mit Ampelanlage vorgesehen. Der Anliegerverkehr ist zu gewährleisten. Es wird mit einer Bauzeit von 1 ½ - 2 Jahren gerechnet. Durch die zusätzlichen Arbeiten steigt der Aufwand lt. Kostenschätzung auf insgesamt ca. 2,7 Mio. €. Das Staatliche Bauamt Ingolstadt will auch die Brücke über die Anlauter sanieren. Geplant ist die Erneuerung des Geländers, die Anlage von Böschungstreppen und die anschließende Beschichtung der beidseitigen Kappen.

 

Nachdem im Anschluss an die Anlauterbrücke vom Staatlichen Bauamt auch die Oberflächenbehandlung der Staatsstraße 2225 bis kurz vor die Einmündung der Kreisstraße EI 41 Richtung Kesselberg geplant ist, sollte auch der Belag des Gehweges in dem Bereich erneuert werden. Lt. H. Klos ist über die bestehende Länge bis zum Friedhof bei einer Pflasterung mit ca. 60.000 €, bei einer Asphaltierung mit etwa 20.000 € zu rechnen.

 

Darüber hinaus ist evtl. die Ausweisung eines Gewerbegebietes geplant (FlNr. 777, Gmkg. Titting). Die Fläche (ca. 2.500 m²) befindet sich in Privathand. Mit der Bauverwaltung im Landratsamt Eichstätt wurden bereits Gespräche geführt und seitens des Landratsamtes in Aussicht gestellt, dass ein Gewerbegebiet möglich sein könnte. Da der Vollausbau der Staatsstraße 2225 Richtung Erkertshofen geplant ist und danach die Straße wieder für den Kanal- und Wasserleitungsbau geöffnet werden müsste, sollte nach Auffassung der Verwaltung und des Bauausschusses im Zuge des Straßenbaus die Wasser- und Kanalleitung verlegt werden.

 

Ferner wurden Überlegungen hinsichtlich der Straße Am Klingel angestellt. Die Straße befindet sich in keinem guten Zustand. Der Einmündungsbereich wird noch vom Staatlichen Bauamt ausgebaut. Wenn die Straße erneuert wird, ist auch der Austausch des Kanals und der Wasserleitung erforderlich.

 

Im Zuge des Ausbaus der freien Strecke Richtung Erkertshofen ist die Errichtung eines Regenrückhaltebeckens notwendig. Die Berechnung für das Volumen beruht auf einem 5-jährigen Regenereignis. Der Überlauf des Beckens soll in den Weißling eingeleitet und deswegen im weiteren Verlauf der Weißlingbach durch das Staatliche Bauamt Ingolstadt entlang der Staatsstraße bis zum bestehenden Ablauf bei FlNr. 775/1, Gmkg. Titting verroht werden. Die 2-fach Verrohrung im Einmündungsbereich des Brauereiweges muss ersetzt werden. Vorgesehen sind Rohre mit einem Durchmesser von 700 mm. Im Hinblick auf den Klimawandel wird vom H. Klos die Verlegung von Rohren mit einem Durchmesser von 800 mm empfohlen.

 

Nach überschlägiger Kostenschätzung des Ingenieurbüros Klos ergibt sich folgender Brutto-Aufwand, incl. Baunebenkosten:

 

Maßnahme

Aufwand

1. Oberflächenwasserkanal zum Weißlingbach

    65 m DN 800, Tosbecken am Auslauf, Metallzaun abbauen, wiederherstellen

89.000 €

    Variante: Vorflutgraben mit Sohlbefestigung, Metallzaun zurücksetzen, Grund-
    erwerb (ca. 200 m²) mit Vermessung

(40.000 €)

2. Verlängerung des Mischwasserkanals bis zur FlNr. 778, Gmkg. Titting
    (Gewerbegebiet geplant) 80 m Mischwasserkanal DN 250
    (Kostenträger: Markt Titting)

45.000 €

3. Verlängerung der Wasserleitung bis zur FlNr. 778, Gmkg. Titting
    (Gewerbegebiet geplant) 140 m Wasserleitung DN 100
    (Kostenträger: Zweckverband Burgsalacher Juragruppe)

45.000 €

Ausbau der Straße Am Klingel

 

4. 200 m Straßenerneuerung Breite ca. 3,00 - 3,50 m, Angleichen der Einfahrten
    und Nebenflächen

123.000 €

5. Erneuerung der Wasserleitung (Kostenträger: ZV Burgsalacher Juragruppe)
    60 m DN 100 , Erneuerung der Hausanschlussleitungen

26.000 €

6. Erneuerung des Mischwasserkanals (Kostenträger: Markt Titting)
    82 m DN 250, Erneuerung der Grundstücksanschlüsse

48.000 €

Gesamtkosten

376.000 €

 

Zu den Kosten für die Wasserleitungen am Klingel und zu dem geplanten Gewerbegebiet ist anzumerken, dass nach Auskunft des Zweckverbandsvorsitzenden des Zweckverbandes Burgsalacher Juragruppen-Wasserversorgung der Aufwand vom Zweckverband übernommen wird. Dementsprechend verbleibt bei der Gemeinde ein Aufwand in Höhe von ca. 305.000 €.

 


Beschlussvorschlag

 

Die Verwaltung schlägt vor, der vorgestellten Planung mit Kostenschätzung des Ingenieurbüros Klos für den Ausbau der gemeindlichen Wege und Plätze entlang der Marktstraße in Titting (St 2225) zuzustimmen.

 

Beschluss

 

Der Marktgemeinderat stimmt dem Vorschlag und der Sanierung der Gemeindestraße „Am Klingel“ (Straßenbau: 123.000 €, Erneuerung des Mischwasserkanals: 48.000 €) zu.

 

Abstimmungsergebnis:           Ja-Stimmen 11  Nein-Stimmen 0 

 

Der Verlängerung des Mischwasserkanals bis zur FlNr. 778, Gmkg. Titting für die Überplanung eines Gewerbegebietes mit einem Aufwand in Höhe von ca. 45.000 € erteilt der Marktgemeinderat seine Zustimmung.

 

Abstimmungsergebnis:           Ja-Stimmen 10  Nein-Stimmen 1

 

Der Marktgemeinderat stimmt der Verlegung eines Niederschlagwasserrohres nördlich der Einfahrt zum Brauereiweg mit einer Länge von 65 m und einem Aufwand von ca. 89.000 € zu. Nach Auffassung des Marktgemeinderates ist für die Verrohrung ein Durchmesser von 700 mm ausreichend. Mit dem Staatlichen Bauamt Ingolstadt ist über eine Kostenbeteiligung noch zu verhandeln.

 

Abstimmungsergebnis:           Ja-Stimmen 11  Nein-Stimmen 0 

 

Im Zuge der Unterhaltungsmaßnahme des Staatlichen Bauamtes soll auch der Gehweg ab der Anlauterbrücke Richtung Friedhof mit einem Betonpflaster belegt werden. Kosten hierfür ca. 60.000 €. Die genaue Streckenlänge (bis Friedhof oder vor Kindergarten) ist noch festzulegen. Ggf., um Kosten einzusparen, kann der Bauhof die Pflasterarbeiten durchführen, sodass nur das Ausschreiben für das Abfräsen des Asphalts und Herstellung eines Planums ausreichend ist.