Sachvortrag

 

Der Bebauungsplan für das Baugebiet „Tittinger Berg Ost“ ist rechtskräftig. Zur Realisierung der Erschließung stellt H. Reinhard Vulpius vom Ingenieurbüro VNI, Pleinfeld den Planungsentwurf vor. Vorgesehen ist eine asphaltierte Straßenbreite von 4,50 m und eine Bankettbreite beidseitig von jeweils 0,50 m; Ausbaulänge 271 m. Die Zufahrtsstraße, die von der Wacholderstraße kommt, weist eine Breite von 5,00 m, beidseitig Bankette mit je 0,50 m und eine Ausbaulänge von 127 m auf. Die Straße für die 3 südlichen Anwesen hat eine Ausbaulänge von 48 m. Ferner ist die Errichtung von 12 öffentlichen Parkplätzen mit einer Länge von 5 m und einer Breite von 2,50 m geplant.

 

Zur Entwässerung wird ein Schmutzwasser- und ein Regenwasserkanal verlegt. Die notwendigen Versickerungsmulden sind vorgesehen. Die Mehrkosten für die Herstellung von 27 Hausanschlussschächten auf den Grundstücken sind berücksichtigt. Darüber hinaus ist die Verlegung von Leerrohren für Glasfaseranschlüsse angedacht (optional). Die Wasserversorgung läuft über den Zweckverband Burgsalacher Juragruppe und wird ebenfalls über das Ingenieurbüro VNI abgewickelt. Außerdem ist die Strom- und Telefonleitung eingeplant. Die Straßenbeleuchtung läuft über die Main-Donau-Netz-Gesellschaft, Nürnberg.

 

Entsprechend der Kostenberechnung ist von folgendem Aufwand brutto incl. Nebenkosten auszugehen:

 

Straßenbau

549.780,00 €

Regenwasserkanal

321.300,00 €

Schmutzwasserkanal

285.600,00 €

Leerrohr Glasfaser

45.220,00 €

Revisionsschächte

40.500,00 €

Gesamtkosten

1.242.400,00 €

 

Ob und in wieweit die Verlegung eines Leerrohres für die Glasfasernutzung durch die Gemeinde erforderlich ist, muss noch mit der Telekom geklärt werden.

 

Nachdem auf Grund der erwartenden Zunahme des Verkehrs auch der Begegnungsverkehr zunimmt soll auch die Zufahrtsstraße von der Staatsstraße 2225 verbreitert werden. Die asphaltierte Breite der bestehenden Straße beträgt ca. 3,50 m. Um einen ordnungsgemäßen Begegnungsverkehr LKW - Auto sicherzustellen ist eine Breiten von 5,50 m notwendig. Vorgeschlagen wird eine Bankettbreite von 1,0 m. Bei einer Ausbaulänge von ca. 240 m und einer Breite von 2,0 m rechnet H. Vulpius mit Brutto-Ausbaukosten incl. Nebenkosten in Höhe von etwa 70.000 €. Im Einmündungsbereich von der Staatstraße 2225 ist in geringem Umfang Grunderwerb notwendig. Die Verbreiterung soll in dem Bereich nach Norden in das gemeindliche Grundstück FlNr. 377, Gmkg. Titting gelegt werden, um nicht Privatgrund zu belasten.

 


Beschlussvorschlag

 

Die Grenze für Tiefbauarbeiten, bis zu der die Bauleistungen beschränkt ausgeschrieben werden können (brutto 595.000 €), wird mit der Baumaßnahme bei weitem überschritten. Deshalb schlägt die Verwaltung und das Ingenieurbüro VNI eine öffentliche Ausschreibung vor.

 

Sofern das Submissionsergebnis nicht erheblich von der Kostenberechnung abweicht und vom Ingenieurbüro VNI keine Aufhebung der Ausschreibung empfohlen wird, beauftragt der Marktgemeinderat - um das Verfahren und die Erschließung zu beschleunigen - die Verwaltung vorab mit der Beauftragung der Baufirma entsprechend dem Submissionsergebnis.

 

Beschluss

 

Der Marktgemeinderat stimmt dem Vorschlag zu. Ferner soll der geplante Spielplatz auch erschlossen, d. h. einen Wasser- und Abwasser-, sowie einen Glasfaseranschluss erhalten. Für die 27 Bauparzellen ist in der Ausschreibung auch die Erstellung der Revisionsschächte mit auszuschreiben, um eine ordnungsgemäße und den Regeln der Technik entsprechende Herstellung der Schächte zu gewährleisten. Bei der Ausschreibung wird ein Baubeginn nicht verbindlich vorgegeben. Als Bauende schlägt H. Vulpius entweder den 01.08.2020 oder den 01.07.2020 vor.

 

Nachdem eine Abstimmung im Marktgemeinderat eine Stimmengleichheit von 6 : 6 ergibt, verständigt man sich im Gremium auf ein Bauende zum 15.07.2020. Die derzeit in Schotterbauweise vorhandenen Gehwege entlang des Kiefernrings und der Wacholderstraße sollen im Zuge des Ausbaus der erforderlichen Versickerungsmulden mit einer Breite von 1,50 m gepflastert werden. Der Fußweg zwischen dem bestehenden und dem neuen Baugebiet entlang des Spielplatzes wird mit einer Breite von 2,50 m gepflastert. Die 12 öffentlichen Parkplätze sollen mit einer 2,5 cm breiten Splitfuge zur besseren Entwässerung gepflastert werden. Der Regenwasserkanal in der Erschließungsstraße am nördlichen Rand des Baugebietes soll im Vorgriff auf eine evtl. Erweiterung mit verlegt werden, um ein Aufreißen der Straße zu vermeiden. Der von H. Vulpius vorgeschlagene Grunderwerb aus der FlNr. 354/1, Gmkg. Titting, Wacholderstraße 6 a mit ca. 65 m² soll mit dem Grundstückseigentümer abgeklärt werden. Die Fläche würde sich als Versickerungsmulde anbieten und mit der neuen Erschließungsstraße würde eine neue Zufahrt in den Privatgrund entstehen.